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Das sollten Sie wissen

auch sv-net nur noch authentifiziert - und z.T. kostenpflichtig

Meldungen an die Krankenkassen: Schon seit ein paar Jahren ist die Übermittlung von SV-Meldungen, Beitragsnachweisen und Anträgen nur noch elektronisch möglich. Seit dem 01.01.2018 darf dies auch nur noch authentifiziert geschehen. Das beliebte Portal sv-net wurde entsprechend angepasst.

Unternehmen bis 100 Mitarbeiter können das Portal weiterhin kostenfrei nutzen, wenn sie ausschließlich die eigenen Löhne abrechnen. Aber auch hier geht es nur noch authentifiziert; das reine online-Meldeportal gibt es nicht mehr.

Für Unternehmen wie meines, die für mehrere Unternehmen die Meldungen erstellen (wollen), müssen sich den Zugang kaufen. Prinzipiell richtig. Doch i.d.R. haben solche Unternehmen ein Softwareprogramm aus dem heraus die Meldungen übermittelt werden können. Schon hierfür ist eine zusätzliche - kostenpflichtige - Lizenz erforderlich. Sollte mich also nicht kümmern.

Doch leider kommt es in unserer ach so technisierten Welt doch tatsächlich immer noch vor, dass Programme "abschmieren" oder sie aus irgend einem anderen Grund nicht genutzt werden können. In solchen Fälle konnte auf sv-net ausgewichen werden. Seit dem 01.01.2018 ist die Nutzung nun kostenpflichtig - und man muss sich auch neu authentifizieren - und das geht nicht "mal eben so". Was für ein Aufwand! Und dann auch noch zum doppelten Preis :-(

"Eben mal" eine Meldung absetzen, um die gesetzlichen Fristen einzuhalten, geht nicht mehr :-(

So schön und praktisch die neuen technischen Entwicklungen sind: Es sollte auch von den älteren noch mindestens eine als Option (als "Notnagel") zulässig sein. Erst wird "geschlafen" und jetzt übertrieben :-(

Keine Faxe mehr: Wenn als Grund oder das Argument kommt "früher ging das aber auch" oder "das haben wir schon immer so gemacht" verdrehe ich üblicherweise die Augen. Denn das ist keiner bzw. keines. Doch wenn jetzt aus Datenschutzgründen keine Faxe mehr erlaubt sind, dann kann auch ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Bei Gericht ist es sogar immer noch üblich, Schriftsätze zu faxen, sogar um eine Frist noch zu wahren! (Amüsant am Rande: Das hauseigene Programm der Justiz, das alles digitalisieren sollte, funzt nicht :D)

Sabine Stieff, geschrieben am 25.01.2018

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Sofortmeldung nur online - Pflicht in bestimmten Branchen

Seit einigen Jahren sind bestimmte Branchen, so z.B. das Bau- und Reinigungsgewerbe und die Gastronomie, verpflichtet, neue Arbeitnehmer/innen vor dem ersten Einsatz anzumelden (Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung: SchwarzArbG). Dies soll verhindern, dass nicht gemeldete Personen arbeiten und nur bei einer Kontrolle - also, erst wenn sie "erwischt" werden - bei der Sozialversicherung angemeldet werden. Ziel: Eindämmung der sog. Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung.

Wenn auch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung verschieden sind, so hat es doch dieselben Folgen:

Mit der Beschäftigung von Schwarzarbeiter/inne/n sparen die Unternehmen viel Geld ein: die Sozialversicherungsbeiträge und meist auch Lohngelder. Denn i.d.R. arbeiten "schwarz" und illegal Beschäftigte für weniger Geld als die gemeldeten. Woran diese nicht denken: Sie sind nicht abgesichert, nicht mal bei einem Arbeitsunfall. Neben diesen so Beschäftigten zählt auch die Gesellschaft zu den Verlierer/innen. Denn es kommt nicht nur weniger Geld in die Sozialkassen: auch die Wirtschaft leidet darunter, da die Beschäftigten weniger "in der Tasche" haben und so auch weniger ausgeben. Und: das gesellschaftliche Gefüge wird destabilisiert.
Es ist traurig, dass viele Menschen keine andere Möglichkeit sehen (oder tatsächlich haben), als solche Arbeitsverhältnisse anzunehmen. Es ist eine Schande, dass diese Not von Unternehmen ausgenutzt wird - allein um ihren Gewinn zu mehren!

Doch dass es keine Möglichkeit mehr gibt, die künftig Beschäftigten "einfach so" zu melden, d.h. per Fax oder E-mail, ist überzogen und der Sache nicht dienlich. Es wird eine besonderes Onlineformular benötigt. Begründet wird dies doch tatsächlich mit dem Datenschutz. Doch neben einer massiven Verzögerung der Sofortmeldung wird dadurch auch noch die Gefahr erhöht, dass der/die zu beschäftigende letztendlich nicht rechtzeitig gemeldet ist.

Es muss bedacht werden, dass doch noch nicht alle ein Smartphone oder einen anderen Zugang ins Internet besitzen. Eine weitere Hürde ist die Einrichtung dieses Onlineformulars, für das man sich erst anmelden - authentifizieren - muss.

Hinzu kommt, dass in der Sofortmeldung Angaben zu dem/der künftig Beschäftigten gemacht werden müssen, die eigentlich hierfür irrelevant sein müssten. Neben Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Wohnanschrift und Nationalität wird auch die SV-/RV-Nummer benötigt. Wenn diese nicht bekannt ist, ist zudem Geburtsname und -ort und bei Ausländern Geburtsnationalität und die SV-Nummer ihres Landes anzugeben.
Wird aus einer Lohnabrechnungssoftware heraus gemeldet, so führt die Rückmeldung der vergebenen SV-Nummer durch die Dt. Rentenversicherung zu einer Stornierung und neuerlichen Sofortmeldung.

M.E. sollte es für eine eindeutige Identifizierung ausreichen, wenn neben Vor- und Zuname, Geburtstag, Anschrift und Nationalität auch die Personalausweis-/Passnummer gemeldet würde, meinetwegen auch eine Kopie des Ausweises/Passes.
Alle anderen Angaben könnten durchaus auch erst mit der regulären Anmeldung zur Sozialversicherung erfolgen.

Hier ist weniger mehr.

Sabine Stieff, geschrieben am 20.01.2018

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Gesetzlicher Mindestlohn - Neue Höhe u.a. im Reinigungsgewerbe ab 01.01.2018

Der "tarifgebundene" Mindestlohn im Reinigungsgewerbe beträgt seit dem 01.01.2018 EUR 9,55/Stunde im Osten bzw. EUR 10,30/Stunde im Westen. Auch im Baugewerbe wurde er zum 01.01.2018 erhöht, s. unteren Link.

Der zum 01.01.2017 angehobene "allgemeine" gesetzliche Mindestlohn beträgt auch 2018 EUR 8,84 pro Stunde.  

Den gesetzlichen Mindestlohn gibt es seit dem 01.01.2015 und betrug zunächst EUR 8,50 je Stunde. Für Unternehmen, die tarifgebunden sind, oder für deren Branchen ein Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt* wurde, kann evtl. ein anderer - höherer - Mindestlohn gelten. So z.B. im Reinigungsgewerbe: dort lag er bis zum 31.12.2017 bei EUR 9,05/h im Osten bzw. EUR 10,00/h im Westen.
Im Baugewerbe gelten wieder andere Beträge je nach Sitz des Betriebes (Ost - West) und Qualifikation. Infos unter: https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/zdb-akzeptiert-mindestlohn-regelung-am-bau/150/11266/60857

Es besteht Dokumentationspflicht!

*) "Für allgemeinverbindlich erklärt" bedeutet, dass der Tarifvertrag für alle Unternehmen dieser Branche gilt, also nicht nur für die, die diesen Tarifvertrag geschlossen haben.

Sabine Stieff, geschrieben am 19.01.2018

Ab jetzt wird "gebloggt"!

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Website, auch ich habe jetzt einen Blog :-)

In diesem werde ich künftig den ein oder anderen Kommentar zu irgend etwas abgeben ;-)

Und ich lade schon jetzt alle ein, zu dem ein oder anderen Thema mit zu diskutieren!

Auf ein interessantes 2018!

Sabine Stieff

Sabine Stieff, geschrieben am 19.01.2018

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Quelle: https://buchungsservice-stieff.de/Das_sollten_Sie_wissen

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